Künstliche Intelligenz (KI) gilt als eines der Zukunftsthemen schlechthin. Auch für die Sicherheitstechnik ist sie von enormer Bedeutung. Immer häufiger werden KI-Technologien eingesetzt, um Videoaufnahmen zu analysieren und relevante Informationen zu extrahieren.

Eines der Hauptanwendungsgebiete von KI ist die Gesichtserkennung. Durch die Verwendung von Gesichtserkennungs-Algorithmen ist es möglich, Personen in Videoaufnahmen automatisch zu identifizieren und deren Bewegungen zu verfolgen. Dies kann beispielsweise bei der Suche nach vermissten Personen oder bei der Verbrechensbekämpfung hilfreich sein. Das Erkennen der Gesichter erfolgt im Abgleich mit einer im Hintergrund verbundenen Black- oder Whitelist. Personen auf der Whitelist (Erlaubtliste) sind vertrauenswürdig und zugelassen, während Personen auf der Blacklist nicht zugelassen sind. Anwendungsbeispiele gibt es hier viele, so können beispielsweise auffällige Fußballfans auf eine Blacklist eines Stadions gesetzt werden, um ihnen den Zugang zu verweigern.

Neben der Gesichtserkennung kommt KI auch in der Objekterkennung zum Einsatz. Mit Hilfe von KI-Technologien können bestimmte Objekte, wie beispielsweise Autos oder Taschen, in Videoaufnahmen automatisch erkannt und verfolgt werden.  Bei der Verbrechensbekämpfung, bei der Überwachung von öffentlichen Plätzen oder bei der Überwachung von Industrieanlagen kann das Identifizieren von Objekten durchaus nützlich sein.

Die Analyse von Verhaltensmustern ist ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet. Künstliche Intelligenz ist in der Lage Bewegungsmuster von Personen in Videoaufnahmen automatisch zu analysieren, um beispielsweise ungewöhnliches oder verdächtiges Verhalten zu erkennen. Es dient dem Identifizieren von Abnormalitäten, genauer Verhaltensweisen außerhalb der Norm. Gleichzeitig gerät genau diese Überwachungsform auch in Verruf. Nicht immer müssen ungewöhnliche Verhaltensmuster negativ sein. Wird die Analyse zur Überwachung von öffentlichen Bereichen eingesetzt, kann es beispielsweise bei Protesten oder Versammlungen zu Falscheinschätzungen kommen.

Der Einsatz von KI birgt weitere Risiken und Herausforderungen. Besonders problematisch ist die Gefahr von Datenschutzverletzungen. Die Verarbeitung von Videoaufnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit der Gesichtserkennung, erfordert den Zugriff auf sehr sensible Daten. Es ist daher wichtig, dass die Verwendung von Künstlicher Intelligenz in der Videoüberwachung unter Berücksichtigung von Datenschutzbestimmungen erfolgt und dass die Privatsphäre der betroffenen Personen gewahrt wird.

Beim Einsatz solcher Algorithmen ist die mögliche Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen ebenfalls ein nicht zu verachtendes Problem. Algorithmen sind nur so gut wie die Daten, auf deren Grundlage sie ausgebildet werden. Wenn die verwendeten Datensätze unvollständig oder verzerrt sind, können die Algorithmen fehlerhafte oder ungenaue Ergebnisse liefern. Nehmen wir noch einmal das Beispiel der Gesichtserkennung. Wenn die verwendeten Datensätze hauptsächlich aus Bildern von Menschen bestimmter Rassen oder Ethnien bestehen, kann es passieren, dass die Algorithmen bei Personen anderer Abstammungen weniger genaue Ergebnisse liefern. Infolgedessen könnte es zu einer Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen führen. Vor allem, wenn die Algorithmen in der Videoüberwachung eingesetzt werden, um beispielsweise verdächtiges Verhalten zu identifizieren.

Die verwendeten Datensätze zur Weiterentwicklung der Algorithmen müssen daher möglichst vollständig und repräsentativ sein.

Die Auswirkungen der Algorithmen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen muss unter Berücksichtigung von Fairness und Gleichbehandlungsprinzipien sorgfältig überwacht werden. Es zeigt sich wieder, wie wichtig entsprechende fundierte Daten zum Erlernen und zum Weiterentwickeln von Fähigkeiten bei Mensch und Algorithmen sind.

Abschließend steht außer Frage, dass Künstliche Intelligenz wahrlich eine Unterstützung sein kann. Bei entsprechender Pflege trägt sie langfristig zur Weiterentwicklung und Verbesserung der öffentlichen Sicherheit bei. Und natürlich zu noch genaueren und somit besseren Ergebnissen bei der Gefahrenfrüherkennung. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre und sind gespannt, wie die verschiedenen Hersteller das Thema KI in der Videoüberwachung weiterhin umsetzen werden.

 

 

 

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