Unternehmer, Papa und Ehemann sein ist gar nicht schwer – alles auf einmal dagegen sehr!

 

Die Herausforderungen zwischen Unternehmer, Papa und Ehemann sind wirklich manchmal nicht so einfach unter einen Hut zu bringen. Mit Sicherheit kennen die meisten die Situation mit all diesen verschiedenen Rollen zu jonglieren und auch die Frage: Wann habe ich Zeit für meine Bedürfnisse?

Termindruck hier, familiäre Verpflichtungen dort- die Zeit rennt oft in einem Tempo an mir vorbei und ich sehe ihr mit einem großen Fragezeichen im Gesicht hinterher.

Hier hat mir der Urlaub mit der Familie mal wieder die Augen geöffnet. Zwei Wochen auf Mallorca und ich muss sagen: Ganz speziell meine Tochter hat die Zeit mit Mama & Papa sehr genossen. Sie hat klar formuliert was und wie sie es mag. Was mich hier beeindruckt: Wieso können wir das als Kinder so gut, selbst ohne Worte und Sprache, aber als Erwachsene verlernen wir diese Kunst?

In den beiden Wochen hat sie mir gezeigt und bewusst gemacht, welche Fähigkeiten wir als Kinder bereits hatten, aber im Laufe des Erwachsenwerdens wieder verlernt haben.

  • Begeisterung für die kleinen Dinge des Lebens – ob Steine auf dem Weg, welche voller scharfer Kanten sind oder Steine am Strand und im Meer, welche durch die stetigen Bewegungen komplett rund geschliffen worden sind. Aber auch das Gefühl von Freiheit, wenn man auf einer Schaukel sitzt, sich in die Höhe schraubt und dabei von Herzen lacht.
  • Die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und direkt einfordern – Egal ob Schlaf, Hunger, Spaß, Spielen oder sonst etwas: Kinder können uns Erwachsenen ihre Bedürfnisse so klar kommunizieren, ohne etwas zu sagen. Im Grunde erwarten Sie von uns nur eine Sache: Zuhören und verstehen lernen. Das eigene Bauchgefühl wiederfinden, um sich in das Kind hineinzuversetzen und wieder nachvollziehen zu können, welches Bedürfnis in diesem Moment zu kurz kommt.
  • Netzwerken & kommunizieren ohne Worte – Ein Lächeln und es folgt ein Lächeln. Ein lautes Lachen und ein Jeder – ob jung oder alt – lacht mit, es braucht wirklich nicht viel, um mit allen Menschen in den Austausch zu kommen. Das Alter, die Sprache oder sonstige Unterschiede sind für ein Kind kein Hindernis.

Dabei ist mir mal wieder DER KLEINE PRINZ von Antoine de Saint-Exupéry eingefallen.

„Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche. Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?

Sie fragen euch: Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er? Wie viel wiegt er? Wie viel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie, ihn zu kennen.“

Könnten auch wir all unsere Bedürfnisse viel offener und direkter kommunizieren wie kleine Kinder, dann bin ich mir sicher – würden wir auch alle wieder gegenseitig mehr Verständnis spüren, den anderen in einem ganz anderen Licht wahrnehmen, mehr Menschlichkeit zulassen und die Empathie gegen emotionales Abstumpfen austauschen. Ja, wir würden uns einfach besser kennenlernen und nicht den ehrgeizigen Kollegen oder die miesepetrige Nachbarin sehen, sondern die Geschichten und die Wünsche dahinter.

Ich glaube fest daran, dass die Welt sich wieder ein Stück zurück zur Menschlichkeit besinnen muss.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine angenehme Restwoche mit dem Mut zur Besinnung und der klaren Kommunikation der eigenen Bedürfnisse.

 

 

 

 

 

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